Silvester
Jetzt ist das Jahr 2009 schon wieder drei Tage alt – ich werde das Gefühl nicht los, dass es genauso schnell zu Ende sein wird wie 2008. Es fängt nämlich genauso an!
Wie auch schon letztes Jahr haben wir, André, David und ich, die Tage um Silvester wieder in Berlin verbracht. Zum einen feiert es sich besser als in unserer Stadt und zum anderen braucht man nach Weihnachten einfach mal einen Tapetenwechsel. Der begann sogleich am Sonntagabend im „Eschschloraque Rümpschrümp“, einem alternativem Szeneladen in Mitte. Wir sinnierten dort über das Für und Wider von polygamen Beziehungen, schauten im schummrigen Licht auf einen Elch, der seinen Kopf aus der Wand steckte und lauschten den alternativen Klängen, welcher ein DJ direkt hinter uns auflegte.
Montag klapperten wir alle Läden rund um den Rosa-Luxemburg-Platz ab. Vor allem David schien zu Weihnachten gut bedacht worden zu sein, er kaufte wo er nur konnte und lies dabei keinen Laden außer acht. Wer so viel shoppt, bekommt schnell Hunger – folglich kehrten wir in das eher unscheinbare Manngo ein, ein vietnamesisches Restaurant in der Mulackstr. Extrem lecker dort!
Auf den langen Spieleabend am Dienstag folgte rasch der Mittwoch: Silvester. In den Fritzclub am Ostbahnhof sollte es gehen. Die Tickets hatte ich ja zuvor schon bestellt, so dass eigentlich nichts mehr schief gehen konnte. Eigentlich! Denn schon in der Schlange fiel uns das eher merkwürdige Publikum auf. Irgendwie sehr prollig. Und auch in der Location kein anderes Bild. Ohh no! So beschlossen wir kurzerhand, die 17,50 € pro Karte in den Sand zu setzen und einen anderen Club aufzusuchen. Es ging in den Magnet Club, Greifswalder Str., zur Silvester Pop Explosion mit dem Karreraklub. Eine sehr gute Wahl! Nonstop Indie, Britpop und ein Hauch von Electro flogen uns um die Ohren. Von blöden unmelodischen Knallern haben wir gar nix mitbekommen.
Gestern ging es dann wieder nach Hause. Und wie nach jedem Berlinbesuch kehre ich mit Halsschmerzen zurück. 2008 war ich allerdings noch bis Anfang März erkältet.
Ich hoffe mal, dass dieses Jahr alles besser wird und ich bald wieder fit bin!
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