Google-Cache
Das Ego-Googlen im Trend liegt, hat sich wohl mittlerweile rumgesprochen. Doch warum sucht man nach seinem Namen? Ich suche nach ihm, um zu vermeiden, dass andere Leute schon Dinge von mir wissen, bevor ich sie ihnen erzählt habe. Denn wie meine Oma schon zu sagen pflegte: „Das Netz vergisst nie!“.
Kommt das Suchergebnis erst mal auf dem Bildschirm, erschrickt man häufig, bei welchen Social Networks man überall angemeldet ist und was sie alles über einen wissen oder welchen Käse man damals so unter bürgerlichem Namen in Foren geschrieben hat. Ist man zum Beispiel bei Facebook angemeldet und sucht seinen Namen bei Google Bilder, kommt dann auch noch ein (hoffentlich schönes) Foto bei rum. Auch StayFriends weiß sich bei Google zu positionieren: bei der Suche nach einem Klassenkamerad jemandem spuckte Google auf der ersten Seite gleich fünf Links zu dieser Community aus:

Hat der Nachbar eigentlich das Gymnasium oder doch nur die Hauptschule besucht? Fragen wir doch mal Google...
Wenn man aber aufmerksam die Datenschutzbestimmungen der Community liest, hat man diesem Resultat auch noch zugestimmt. Die Leute sollen schließlich über mich Bescheid wissen!

"Die Suchmaschinen können nicht proaktiv informiert werden..." - man muss selber Hand anlegen!
Welche Schritte sind nun erforderlich, um die gespeicherten Informationen aus Google zu verbannen? Nun, erst einmal muss die Ursache beseitigt werden, d.h. Profil löschen oder den Seitenbetreiber anschreiben und um Löschung bitten. Bei deutschen Seiten bekommt man die Kontaktinformationen übrigens über die Denic eG raus. Erst wenn die Informationen nicht mehr auf der Seite sind, d.h. die Seite gänzlich gelöscht ist oder der kritische Text auf der Seite entfernt wurde, kann man mit der Löschung des Google-Caches beginnen. Das versucht man erst mal mit dem Tool zum Entfernen von URLs, dass von Google bereit gestellt wird (setzt allerdings ein Google Konto voraus). Hilft das auch nicht, wendet man sich an Google direkt. Dazu kann man auch mit dem deutschen Vertriebsbüro in Hamburg in Kontakt treten. Bleibt nur noch zu sagen: wer diese Prozedur durch hat, überlegt sich drei mal, wo er was unter welchem Namen ins Netz stellt. Denkt an die Sprüche eurer Oma!
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