WWW-Fundstücke
Aka-aki nennt sich ein noch recht junges social network, das diese Woche auch mit einem Webby Award – dem „Oscar der Internetbranche“ ausgezeichnet wurde. Anders als bei anderen Online-Communities, setzt man bei aka-aki darauf, Leute in der Nähe / Stadt / Region (bis ca. 50 km) kennenzulernen. Möglich wird dies durch ein kostenloses Handyprogramm, welches es als App natürlich auch für das iPhone / den iPod Touch gibt.

links: Leute im Umkreis | rechts: Sticker "Starbucks"
Natürlich will man nicht Hinz und Kunz in der Nachbarschaft kennen und schon gleich gar nicht hier, im schönen Thüringen. Das haben sich die Entwickler vermutlich auch gedacht und nach einer Möglichkeit gesucht, mit der man die eigenen Interessen mit denen der Online-Nachbarschaft abgleichen kann: „Sticker“ – kleine Symbole, die man sich ins Profil klebt und die den anderen Usern zeigen, was gefällt. Mittlerweile wächst die Community und auch damit auch die Anzahl der Sticker. Solche Aufkleber kann man sich nämlich auch selber erstellen, sofern man die Bildrechte besitzt (oder glaubt, sie zu besitzen^^).
Wie in Communities so üblich, kann man sich auch in aka-aki befreunden, private Nachrichten austauschen und eine Statusmeldung abgeben, die sogar in Twitter übernommen wird. Schön wäre jetzt noch eine API, wie man sie aus Facebook oder Twitter kennt, um die vielfältigen Möglichkeiten auch in anderen Anwendungen nutzen zu können und das Netzwerk bekannter zu machen.
Fast vergessen… wer kein iPhone hat, aber ein Handy mit Netzanbieter E-Plus, Base oder Simyo, kann sich freuen – zur Zeit fallen für die Nutzung von aka-aki bei diesem Provider keine Internetkosten an.

Einer für alle: Ping.FM
Bei der Überlegung, wie man die Statusmeldung verschiedener Social Networks am einfachsten aktualisieren kann, ist mir ein toller Dienst ins Auge gefallen: Ping.FM. Einfach gesagt, dient Ping.FM dazu, über eine Eingabemaske den Status an verschiedene Dienste zu schicken. Derzeit werden 30 solcher Dienste unterstützt. Mit dabei sind u.a. Facebook, myspace.com, friendfeed, Twitter, identi.ca und seit kurzem Google Talk und AIM.
Prinzipiell bin ich von Ping.FM überzeugt, nur bedauerte ich es bisweilen, dass man den Status von ICQ damit nicht up2date halten kann – habe ich doch dort noch die meisten meiner Messenger-Kontakte. Marcus klärte mich gestern eines Besseren auf. Anstelle der Zugangsdaten von AIM kann man nämlich auch die ICQ-UIN eingegeben, mit dem Ergebnis, dass nun dort der Status aktualisiert wird.
Dazu geht man nach der Anmeldung bei Ping.FM einfach auf “Add Network” für AIM und trägt die UIN sowie das dazugehörige Passwort auf der nachfolgenden Seite ein.
Nachteilig ist, dass man nur einmal das Network AIM auswählen kann, d.h. man muss sich zwischen ICQ und AIM entscheiden.
Für das “pingen” vom iPhone nutze ich das App “Tweetie“, das seit Version 1.3 auch Ping.FM unterstüzt. Für zu Hause stehen verschiedene Desktopapplikationen zur Auswahl. Außerdem kann man auch über eine Nachricht aus dem Messenger oder per e-Mail den Status aktualisieren.
Mir fehlt derzeit noch ein Widget für Netvibes, denn von dort posaune ich meine Tweets in die Welt.
Ich möchte euch heute mal Netvibes ans Herz legen. Es handelt sich um einen Ajax-basierenden Dienst, in dem man eigene Module per Drag & Drop anordnen kann. Welche Module habe ich da hinzugefügt?
- RSS-Feeds, um in meinen abonnierten Blogs keine neuen Beiträge zu verpassen
- Kalender (ich halte ihn über Google Kalender mit dem iPhone synchron)
- Wetter
- Tagesschau
- E-Mail-Wizard
Fast jede (gute) Seite bietet ja mittlerweile einen RSS-Feed an. Es gibt aber noch viele weitere interessante Module, z.B.: Ebay, MySpace, Taschenrechner, …

Meine Netvibes-Startseite
Ich wurde Opfer eines Phishing-Versuchs. Und sie hatten Erfolg. Naja, fast zumindest. Während einige unserer Leser darüber eher müde schmunzeln, fragen sich andere vielleicht, was Phishing eigentlich sei. Wir fragen und zitieren Wikipedia:
Phishing [ˈfɪʃɪŋ] werden Versuche genannt, über gefälschte WWW-Adressen an Daten eines Internet-Benutzers zu gelangen. Der Begriff ist ein englisches Kunstwort, das sich an fishing („Angeln“, „Fischen“[1]), evtl. in Anlehnung an Phreaking auch password fishing[2], bildlich das „Angeln nach Passwörtern mit Ködern“[3], anlehnt. Häufig wird das h in dem Begriff mit harvesting erklärt, so dass der Begriff Phishing dann Password harvesting fishing[4] lautet.
Bisweilen dachte ich immer, dass mir ein solcher Versuch auffallen würde. Schließlich warnt Firefox vorbildlich vor diesen präparierten Webseiten. Heute habe ich gelernt, dass es immer auf die Umstände ankommt.
Noch halb verschlafen griff ich heute Morgen zum iPhone, um die Mails zu checken. Die einzige e-Mail kam von Amazon. Dass sie nur auf Englisch war, verwunderte mich eigentlich nicht, denn schließlich bestelle ich nicht nur bei Amazon Deutschland. Man schreibt, bei einer Überprüfung wurde festgestellt, dass mit meinen Zahlungsinformationen etwas nicht stimme. Skeptisch werde ich auch hier nicht, denn die die letzte Bestellung liegt noch nicht lange zurück.

Die Mail wird auf dem iPhone in HTML dargestellt...

...dadurch wird nicht erkennbar, auf welche Seite der Link eigentlich zeigt (href="...")
Also folge ich dem Link, der mich – wie ich denke – auf die Amazon-Seite führt. Schnell habe ich Benutzername und Passwort eingegeben und will mich mit dem verschlüsselten Server verbinden. Es erscheint eine Seite, auf der ich meine Zahlungsinformationen eingeben soll. Jetzt (endlich) werde ich skeptisch. Die Verbindung ist nicht verschlüsselt (https) und die URL sieht auch nicht nach Amazon aus. Verwundert verlasse ich die Seite wieder.

Nur an dem URL lässt sich erkennen, dass die Seite lediglich eine Kopie der Website Amazon.com ist.
Mir wird klar, dass ich Opfer eines Phishing-Versuchs wurde. Hätte ich die Seite nicht über das iPhone (Safari), sondern vom PC zum Beispiel über Firefox geöffnet, wäre ich auch hinreichend gewarnt worden. Durch meinen noch schläfrigen Zustand habe ich die gefakte Seite nicht schnell genug erkannt und damit meine (mittlerweile wieder geänderten) Zugangsdaten offenbart. Kreditkarteninformationen werden übrigens nicht vollständig angezeigt und Bestellungen wurden in meinem Fall auch nicht getätigt.

Auf dem PC würde man in der Statuszeile schnell erkennen, wohin der Link führt. Nicht aber im Safari auf dem iPhone.
Wenn man zeitig Feierabend hat und sich zu Hause ein wenig langweilt, kommt man auf so banale Dinge, wie das Design des Twitterprofils anzupassen. So habe ich für André und mich das Layout der Seite ein wenig verändert. Viel Spielraum hat man aber nicht, lediglich die Farben und das Hintergrundbild lassen sich ändern. Was dabei rausgekommen ist, seht ihr hier:

Twitter angepasst
Und wer uns noch folgen möchte, wir freuen uns über jeden einzelnen Follower:
Das Ego-Googlen im Trend liegt, hat sich wohl mittlerweile rumgesprochen. Doch warum sucht man nach seinem Namen? Ich suche nach ihm, um zu vermeiden, dass andere Leute schon Dinge von mir wissen, bevor ich sie ihnen erzählt habe. Denn wie meine Oma schon zu sagen pflegte: „Das Netz vergisst nie!“.
Kommt das Suchergebnis erst mal auf dem Bildschirm, erschrickt man häufig, bei welchen Social Networks man überall angemeldet ist und was sie alles über einen wissen oder welchen Käse man damals so unter bürgerlichem Namen in Foren geschrieben hat. Ist man zum Beispiel bei Facebook angemeldet und sucht seinen Namen bei Google Bilder, kommt dann auch noch ein (hoffentlich schönes) Foto bei rum. Auch StayFriends weiß sich bei Google zu positionieren: bei der Suche nach einem Klassenkamerad jemandem spuckte Google auf der ersten Seite gleich fünf Links zu dieser Community aus:

Hat der Nachbar eigentlich das Gymnasium oder doch nur die Hauptschule besucht? Fragen wir doch mal Google...
Wenn man aber aufmerksam die Datenschutzbestimmungen der Community liest, hat man diesem Resultat auch noch zugestimmt. Die Leute sollen schließlich über mich Bescheid wissen!

"Die Suchmaschinen können nicht proaktiv informiert werden..." - man muss selber Hand anlegen!
Welche Schritte sind nun erforderlich, um die gespeicherten Informationen aus Google zu verbannen? Nun, erst einmal muss die Ursache beseitigt werden, d.h. Profil löschen oder den Seitenbetreiber anschreiben und um Löschung bitten. Bei deutschen Seiten bekommt man die Kontaktinformationen übrigens über die Denic eG raus. Erst wenn die Informationen nicht mehr auf der Seite sind, d.h. die Seite gänzlich gelöscht ist oder der kritische Text auf der Seite entfernt wurde, kann man mit der Löschung des Google-Caches beginnen. Das versucht man erst mal mit dem Tool zum Entfernen von URLs, dass von Google bereit gestellt wird (setzt allerdings ein Google Konto voraus). Hilft das auch nicht, wendet man sich an Google direkt. Dazu kann man auch mit dem deutschen Vertriebsbüro in Hamburg in Kontakt treten. Bleibt nur noch zu sagen: wer diese Prozedur durch hat, überlegt sich drei mal, wo er was unter welchem Namen ins Netz stellt. Denkt an die Sprüche eurer Oma!
Durch den Beitrag von ihm hier bin ich auf laut.fm aufmerksam geworden. Gestern kam dann der Aktivierungscode, denn das ganze läuft wohl noch in der Beta. Man erhält damit die Möglichkeit, sein eigenes Webradio zu erstellen: eigene Playlist, Jingles und Wort. Dank der am Montag eingeführten neuen Programmverwaltung lassen sich die Playlisten nun zeitgesteuert verwalten. Ich habe das genutzt, um neben der Basis-Playlist (zur Zeit ca. 5 Stunden) noch andere Musikfarben anzubieten. Seht Hört selbst:

Ihr kennt das vertraute Problem: Ihr habt eure Jungs eingeladen, das Bier ist kalt gestellt und dann…? Pure Langeweile. Nix im TV. Die Themen, über die man spricht gehen langsam zur Neige…da hab ich was für euch.
Wie wärs denn wieder mal mit wichsen?! Kein Problem mit dem ersten offiziellen Keks-Wichs-Set für den Mann von Welt. Auf www.kekswixxen.de gibts DAS Super-Spar-Angebot für alle, denen kiffen mit Freunden zu langweilig ist. Einfach den knusprig leckeren Keks in die Mitte legen, Hose auf und gemeinsam mit den besten Freunden zum garnieren freigeben.
Und der Sieger erhält…ach für wen schreib ich das hier eigentlich…
Wir lesen uns!
Ihr plant mal wieder einen Umzug und wollt schon vorher wissen, was euch in der neuen Wohngegend erwartet? Kein Problem! Schaut doch mal auf
Dort haben fleissige Privatleute anhand Google Earth schon fleißig DIE Häuser in ihrer Nachbarschaft mit Infos markiert, in denen Psychopathen, Tierquäler und anderer Mob, aber auch nette, freundliche und hilfbereite Menschen leben. Rotes Häuschen bedeutet BÖÖÖÖSE, grünes Häuschen bedeutet SCHÖN BRAV.
Wer also mal wieder Action in sein Leben bringen will, zieht einfach mal neben einen Drogendealer,denn wenn mal irgendwas passiert, ist auf jeden Fall die Polizei schon da.
Noch ne kleine (nicht ganz so lustige) Anmerkung dazu: für die ganz Hartgesottenen unter euch gibts auch Einträge von Leuten incl. Handynummer, die nicht mal was davon wissen. Und das ist noch das harmloseste. Selbst als Kinderschänder wurden hier schon einige Leute angeprangert.
Fazit: Die Seite ist eigentlich ein kleiner Spaß, zielt aber mittlerweile heftig unter die Gürtellinie. Trotzdem lohnt sich vielleicht mal ein Besuch.
Bis die Tage!
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