Medien
Jetzt folgt mal wieder ein Tipp, für alle glücklichen iPhone / iPod-Touch-Besitzer. Der Londoner Urban- und Dancesender KISS 100 bietet seit ein paar Wochen einen fetten 160 kbit OGG-Vorbis-Stream an, der von einer speziell für mobile Endgeräte angepassten Seite (Kiss Kube) aufgerufen werden kann. Natürlich ist der Stream auch für andere Streamingplayer interessant. Er kann über http://tx-kiss.bauerdev.com/kiss aufgerufen werden.
KISS FM ist seit 1985 auf Sendung, damals noch als Piratensender, und kann im vereinigten Königreich über DAB, Sat, Kabel und terrestrisch empfangen werden.
Ich gehöre übrigens auch zu denen, die sich nicht an das „neue“ Radio Top 40 – Format gewöhnen können.
Was geschah?
In der Nacht auf den 1. August 2008 wurde die Playlist des Thüringer Jugendsenders komplett umgekrempelt und mithin so ziemlich alle Dance-Titel aus dem Programm verbannt. Die Rotation wurde deutlich verengt. Zum Teil so stark, dass sich die Titel aller drei Stunden wiederholen. Die neue Musikfarbe besteht überwiegend aus Alternative Rock und HipHop. Während das Programm früher frisch, spritzig und unverkennbar klang, ist das Programm jetzt beliebig austauschbar. Die Hörer fühlten genauso und bombardieren das Gästebuch des Senders, welches mittlerweile geschlossen wurde. Eine Stellungnahme der Geschäftsführung blieb bis heute aus.
Dem vorausgegangen war der Wechsel des Programmdirektors Thomas Wetzel, der Radio Top 40 im April verlies und zu NRJ Sachsen wechselte. Auch dort änderte sich allmählich das Musikformat. Viele Titel, die es vorher bei Radio Top 40 zu hören gab, fanden auf NRJ Sachsen ihr neues Zuhause. Ganz gut verfolgen konnte man dies im Live-Stream des Senders, den es seit Februar 2007 mit akzeptablen 128 kbit/s WMA zu empfangen gab. Vor ein paar Wochen änderte man die Qualität des Streams aber nach unten und sendet nun nur noch in mono mit 48 kbit/s WMA.
Auch das war ein Schritt in die falsche Richtung – junge Hörer gewinnt man so jedenfalls nicht. Im übrigen spielt Radio Galaxy in Bayern in letzter Zeit vermehrt Dance. Eine Reaktion auf egoFM oder auch nur eine Laune des PD’s?
Am Freitag beginnt es wieder: das Dschungelcamp… ihr wisst schon, “Ich bin ein Star, holt mich hier raus”, die wahrscheinlich umstrittenste Show im Privatfernsehen.
Ich muss zugeben, die ersten beiden Staffeln habe ich aus Protest nicht geschaut. Bei der Dritten überwog aber die Neugier und Schwupps hatte mich RTL als Zuschauer gewonnen. Allein die Frage, wie weit würden die Kandidaten gehen, um sich nicht vor der Gruppe und den Zuschauern als Weichei zu outen, finde ich spannend. Ich würde mich nicht mit Kakerlaken zuschütten lassen, Maden, Würmer und irgendwelche anderen Insekten essen – so viel steht mal fest. Noch lustiger würde ich es aber finden, Dirk Bach und Sonja Zietlow nicht als Moderatoren, sondern als Teilnehmer im Camp zu sehen. Wann erhört RTL endlich meinen Wunsch? ^^
Auf dem britischen Privatsender ITV, die das Format ebenfalls ausstrahlen, kann man übrigens nachts (und damit in Australien am Tag) nonstop das Geschehen im Camp beobachten.
In den letzten zwei Monaten sind zahlreiche iPhone- bzw. iPod touch- Apps auf dem Markt erschienen, die es ermöglichen über Wifi (WLAN) oder 3G (UMTS) Webradio zu empfangen. Vorausgesetzt die Mobilfunkverbindung ist stabil, wird es dadurch möglich von unterwegs die Sender zu empfangen. Die einfachste Variante ist, sich das App des jeweiligen Radioprogramms im iTunes-Store zu holen. Ich habe mich für euch einmal umgeschaut, für welche Sender solche Apps zur Verfügung stehen:
Der erste Sender in Deutschland, der mit einem Radio-App auftrumpfen konnte, ist Antenne Bayern gewesen. Deren Tochter, die Rock Antenne, darf natürlich auch nicht fehlen.
Kurze Zeit später folgte der öffentlich-rechtliche Sender MDR Sputnik. In diesem App steht nicht nur der UKW-Stream zur Auswahl, sondern auch die zusätzlich im Web angebotenen Streams in verschiedenen Musikfarben. Außerdem kann man sich die Playlist der letzten halben Stunde ansehen.

App MDR Sputnik
Zusätzlich lässt sich die Qualität des Streams verstellen: HQ (high) / LQ (low). Diese Funktion gibt es aber nur beim Live-Stream:

App MDR Sputnik Webradio
Ebenfalls schön gestaltet ist das das App von Ö3 aus dem Nachbarland Österreich. Hier werden zusätzlich Nachrichten (“Newsflash”) angeboten.

App Ö3 iRadio

App Ö3 iRadio kann auch News anzeigen
Bei dem App WDR Radio von Tobit.Software gibt es diese Titelanzeigen leider nicht. Dafür bekommt man immerhin die derzeitige Sendung angezeigt. Mit einem swipe nach rechts kommt man von 1LIVE zu WDR2, WDR3, WDR4, WDR5 bis hin zum “Funkhaus Europa”. Ein Lob also dafür, dass es nicht für jeden Sender ein extra App gibt.

App WDR Radio
Ebenfalls mehrere Streams und die Anzeige von Titel / Interpret bietet das App von radio SAW. Leider hat die Tochter, Rockland Sachsen-Anhalt, kein Platz gefunden.

App radio SAW
Total versagt haben die Apps von Radio 21 und Star FM. So gab es bei bei dem Star FM Streaming Player nur analoges Rauschen zu hören. Der Radio 21 Streaming Player konnte gar nicht erst zu einem Stream verbinden.

App Star FM Streaming Player

App Radio 21 Streaming Player
Zum Schluß noch ein schönes Beispiel aus London. Der Sender 95.8 Capital FM bietet ebenfalls ein App für das iPhone an. Zwar ist die Qualität des Streams nicht so besonders (viele Artefakte wegen niedriger Bitrate), aber das App liefert im Wechsel Webcam-Bilder, Informationen über den Status verschiedener U-Bahn-Strecken und zeigt Bilder aus der Stadt.

App 95.8 Capital FM
Was macht man aber, wenn der Lieblingssender kein eigenes App hat?
Hierfür bietet sich das kostenlose App “FStream” an. Die Streamingadressen des Senders müssen dazu manuell in das App eingeflegt werden. Dies geht entweder auf dem iPhone selbst oder in einem Webinterface (“Web Management”), welches sich im Netzwerk aufrufen lässt. So können auch lange Streamadressen mittels Copy & Paste bequem eingepflegt werden.

App FStream
Der Player unterstützt zudem zahlreiche Formate: MP3, OGG / Vorbis, WMA, AAC, AAC+. In den Einstellungen (“More”) gibt man vor, dass sich das App auch über das Mobilfunknetzwerk verbinden soll (“Celluar network”). Über den Reiter “Record” lässt sich der Stream dann sogar mitschneiden und zu Hause über das Webinterface herunterladen. Wer auf der Suche nach einer bestimmten Streamadresse ist, der darf auch gerne hier mal anfragen.

App FStream
Es scheint mir manchmal so, als wäre der sichere Umgang mit unseren persönlichen Daten nur ein lästiges Beiwerk. Man hört immer wieder mal von Datenpannen, wie jüngst bei der Deutschen Telekom oder beim Kinderkanal von ARD und ZDF. Die Aufregung ist dann immer groß, aber das Problem selbst dann schnell behoben. Was bleibt, ist der negative Beigeschmack und die Frage: Kann man diesem Unternehmen noch bedenkenlos seine Daten anvertrauen?
Diese Frage können sich auch die Internet- und Telefonkunden der Kabel Deutschland GmbH (KDG) stellen. Eine Recherche meinerseits hat ergeben, dass Kundendaten über deren Onlineportal relativ einfach abgerufen werden können – ohne ein Benutzerpasswort zu kennen. Grundproblem ist nämlich das Initialpasswort, welches jeder Kunde bei Vertragsabschluss erhält. Es folgt einem viel zu einfachem Algorithmus und lässt sich nachträglich nicht mehr ändern. Dieses Passwort wird bei Vergessen des Benutzernamens oder Erstanmeldung im Onlineportal abverlangt. Schließlich führt das dazu, dass nur noch die Kundennummer als Schutz der persönlichen Daten dient. Und das kann es ja wohl nicht sein?!
Durch den Beitrag von ihm hier bin ich auf laut.fm aufmerksam geworden. Gestern kam dann der Aktivierungscode, denn das ganze läuft wohl noch in der Beta. Man erhält damit die Möglichkeit, sein eigenes Webradio zu erstellen: eigene Playlist, Jingles und Wort. Dank der am Montag eingeführten neuen Programmverwaltung lassen sich die Playlisten nun zeitgesteuert verwalten. Ich habe das genutzt, um neben der Basis-Playlist (zur Zeit ca. 5 Stunden) noch andere Musikfarben anzubieten. Seht Hört selbst:

Wie sehr um die Hörer am Radiomarkt in Großbritanien gekämpft wird und welche Rolle dabei das Playlist-Management spielt, zeigt die folgende Grafik:
Offensichtlich wird die Konkurrenz (hier: R1 = BBC Radio 1, 6M = BBC 6 Music, NME= NME Radio, XFM) hinsichtlich der Playcounts bestimmter Lieder sehr genau beobachtet. Inwieweit ein solches Verfahren auch in Deutschland Anwendung findet, weiß ich nicht. Neu dürfte aber sein, dass man diese Informationen den Hörern zugänglich macht und als Marketing-Instrument einsetzt.
Wenn das Wetter so bleibt und es dazu noch kälter wird, spricht nichts dagegen, mal den Abend ein bisschen vor dem Fernseher zu verbringen. Nur – was schauen? Am 29. September startete auf EinsFestival das Magazin “EINSWEITER“, dass nach eigenen Angaben “Trends und Tendenzen in Gesellschaft und Kultur” aufdecken will. Und, wie ich finde, bekommen sie das ganz gut hin! Neben aktueller Berichterstattung am Anfang der Sendung gibt es ein Netzgespräch, einen Tagestipp und Beiträge, die von Fernsehmagazinen der ARD produziert werden (Polylux, Café Trend usw.). Der Moderator Max von Malotki führt mit bissigen leicht ironischen Kommentaren durch die 15-minütige Sendung, die es von Montag-Donnerstag um 21.oo Uhr zu sehen gibt.

Max von Malotki
Damit schärft EinsFestival auch sein Profil, ein junger digitalen Kulturkanal der ARD zu werden. Also, WEITER machen ;)
Shit, so schnell gehen acht Jahre rum! Anyway, mein Vati hat mir ein paar alte Aufnahmen zugespielt. Wir hatten damals ein paar mal Veranstaltungsfunk in G-Town, allerdings nur über Kabel und damit unter Ausschluss der Öffentlichkeit ;)
Hört mal rein!
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Ach so, damals hatten wir wirklich noch die DM und ein Twen-Ticket der Bahn gab es auch…
Während sich in Deutschland die Sender immer mehr an den Mainstream angleichen, gibt es bei unseren europäischen Nachbarn durchaus Alternativen, die auch andere Genre bedienen. So zum Beispiel das walisische Nation Radio, die eine Mischung aus Rock Oriented CHR und Album Oriented Rock (AOR) in den Abendstunden fahren. Der Sender ist über einen 128 kbit-Stream (wma2) auch weltweit über das Internet zu empfangen, was ein reinhören möglich macht. Sonntag Abend gibt es zudem ein DJ-Set (“The Floor”), bei dem Indie-Bands mit elektronischen Einflüssen zu hören sind (Stichwort: The Ting Tings).
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