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Deutschland Schwarz Weiß

Für das, was ich euch jetzt erzählen möchte, muss ich mich wohl oder übel erst mal als Lindenstraßengucker outen! Die Serie ist in meine Augen einfach Kult! So begab es sich nämlich, dass ich von Papa einen Wochenkalender von dieser Serie zu Weihnachten bekam. Weil ich gefühlt wohl öfter auf Arbeit als zu Hause bin, habe ich ihn auch gleich ins Büro gehangen. Nicht lange dauerte es, bis meine Kollegen ihn entdeckten und ihn neugierig durchblätterten.

Die Lindenstraße dürfte ja dafür bekannt sein, viele ausländische Mitspieler zu repräsentieren. Wir haben da: Familie Buchstab & Marcella Varese (Italiener), Gung Pham Kein (Vietnamese), Familie Sarikakis (Griechen), Erich Schiller (Kanadier), Bruno Skabowski (Österreicher), Urszula Winicki (Polin), Familie Dagdelen (Türken), Nastya Pashenko (Moldawierin) und früher auch noch Mary Sarikakis als Nigerianerin. Eine ganze Menge also!

Überrascht war ich trotzdem, als eine Kollegin mir eine ganze Bandbreite von rassistischen Kommentaren präsentierte. „Polackin“ und „Türkenpack“ (aber über die Griechen!) waren da noch die harmlosesten Begriffe. Ich habe mir den ganzen Tag darüber Gedanken gemacht – vor allem auch deswegen, weil hier im Osten ja nur ganz wenige Migranten leben.

Wie ist das mit dem Rassismus in Deutschland? Ich will es jetzt genauer wissen und habe mir von Noah Sow das Buch „Deutschland Schwarz Weiß : Der alltägliche Rassismus“ gekauft. Ich wollte es eigentlich schon viel eher lesen, nur leider waren die letzten Monate mit dem Schreiben der Diplomarbeit verplant. Noah Sow kenne ich übrigens noch aus dem Radio. Sie hat eine Zeit lang die Jugendsendung „XXL“ auf HR3 und später dann bei 1LIVE moderiert. Ich mag ihre Stimme und ihren Humor (wie sie Sabrina Setlur immer gedisst hat) und bin gespannt auf das, was sie uns erzählen will!

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astounded
Am 29. Januar 2009 um 20:08 Uhr von astounded
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Meine Wohnung als Museum

Wenn man es so sehen will, ist meine Wohnung ein kleines Museum. Nicht, dass es immer besonders aufgeräumt wäre. Vielmehr habe ich zwei „Dauerleihgaben“ an meinen Wänden hängen.  So wurden sie zumindest von David, dem Verleiher, bezeichnet.  Sofern Ihr nicht vorhabt, in meine Wohnung zu pilgern, um euch die Fotografien anzuschauen, würde ich sie weiter unten gern in mein Blog kleben.

Das erste Foto hängt im Wohnzimmer und ist 2005 in Stuttgart entstanden. Ob die Person auf dem Foto eine Transe ist oder nicht, führte bereits zu heftigen Kontroversen. Ich bin ja der Meinung, nein. Meine Mutter sieht das anders. Was denkt ihr?

(C) David Zilk

(C) David Zilk

Das zweite Foto ist ebenfalls im Jahr 2005 entstanden. Aufgenommen wurde es in Berlin: Potsdamer Straße / Ecke Eichhornstraße. Es hat Platz in meinem Schlafzimmer gefunden und soll mir zu großstädtischen Träumen verhelfen.

(c) David Zilk

(c) David Zilk

Ich danke David für die Dauerleihgaben, die sich gut in meine Wohnung einfügen. Wer noch mehr Aufnahmen von ihm sehen will (er knipst auch Revolverheld), geht auf seine Homepage: http://photostyles.net.

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Am 26. Januar 2009 um 16:48 Uhr von astounded
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Vorgestellt: Vapiano

Mensch, ich kann ja schon fast froh sein, nicht in Frankfurt zu wohnen. Was man dort kulinarisch geboten bekommt, sucht man hier vergebens. Dunkeldeutschland eben. Naja, Bananen gibt es ja schon mal…

Letztes Wochenende haben wir dem Vapiano im Frankfurter WestendDuo mal einen Besuch abgestattet. Das Konzept hebt sich deutlich von anderen Restaurants ab. Am Eingang erhält man eine Chipkarte, auf der alle im Restaurant erworbenen Speisen und Getränke verbucht werden. An Speisen gibt es alles, was die italienische Küche zu bieten hat: Antipasti, Pizza, Pasta und Dolci. Das tolle: Die Speisen werden direkt nach der Bestellung vor deinen Augen zubereitet. Man könnte fast sagen, man speist in einem McDonalds für Feinschmecker.

Restaurants dieser Kette gibt es übrigens quer durch Deutschland und Europa. Ab Juni 2009 sogar in Leipzig, und damit auch in Dunkeldeutschland.

Vapiano in der Bockenheimer Landstraße 24

Vapiano in der Bockenheimer Landstraße 24

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Am 22. Januar 2009 um 17:47 Uhr von astounded
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Die Bahn bringt mich in Fahrt

Die Bahn bringt mich in Fahrt. Nur leider nicht auf den Schienen, sondern eher mental. So musste ich letzten Freitag eine Stunde in Weimar warten, weil mein Regionalexpress +25 min. Verspätung hatte. Der Anschluss, ein Intercity, der ebenfalls Verspätung hatte, verpasste ich um eine Minute und kam dadurch eine Stunde später in Frankfurt an. Dazu sollte man noch erwähnen, dass die Bahnhofshalle in Weimar offenbar nicht beheizt wird, aber ohnehin keine Sitzplätze anbietet. Und dann noch das! Offenbar ist man aber bei der Deutschen Bahn nicht bereit, diese Verspätung zu entschädigen, da sie nicht im Fernverkehr entstanden sei. Ich habe mich jetzt mal schriftlich an den Kundendialog gewandt – mal schauen, was rauskommt.

Außerdem habe ich heute ein Schreiben wegen einer Rücklastschrift bekommen. Sie wollten tatsächlich von einem Konto abbuchen, das schon seit Ende 2007 nicht mehr existiert. Die Bankverbindung hatte ich natürlich schon längst geändert – fleißig abgebucht hatten sie auch schon. Wie man jetzt wieder auf die alte Bankverbindung kommt, ist mir ein Rätsel. Was mich dabei besonders ärgert: ihre Hotline kostet 14 Ct/Min. und im Ergebnis können sie mir nicht mal versichern, dass sie die Rücklastschriftgebühren übernehmen.

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Am 14. Januar 2009 um 16:37 Uhr von astounded
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MoschMosch

Was haben Köln, Frankfurt, Mainz, Wiesbaden und Düsseldorf gemeinsam? Naaa? Richtig, ein MoschMosch. Der Name steht für die japanische Nudelbar, die es mittlerweile schon in sechs deutschen Städten gibt. Weil das Frühstück am vergangenen Wochenende ausfiel, haben wir uns direkt dorthin begeben und köstlich geschlemmt. André hat sich für die Nr. 40 entschieden; ich für die 37:

37 Tai no Gurîn Karê
Grünes Curry mit Nudeln, gegrillten Auberginen und Zucchini

40 Yakisoba
Gebratene Nudeln mit Sojasprossen/ Karotten/ Pilzen/ Erdnüssen/ Limetten/ Frühlingszwiebeln/ Ingwer/ Knoblauch

Natürlich bei beiden mit Hühnchen extra. Dazu bitte einmal Harumaki (Frühlingsrollen) und zwei Limetten-Ingwer Tee. Gegessen wird natürlich mit Stäbchen. Bestellen kann man aber in Deutsch. Wer in der Nähe ist – unbedingt mal reinschauen!

MoschMosch in Frankfurt, Luginsland 1. Man beachte auch diese tollen Lampen!

MoschMosch in Frankfurt, Luginsland 1. Man beachte auch diese tollen Lampen!

Grünes Curry mit Nudeln

Grünes Curry mit Nudeln

Yakisoba

Yakisoba

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Am 12. Januar 2009 um 17:58 Uhr von astounded
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Einmal Platte in Bernau, bitte.

Wie wahrscheinlich jede ostdeutsche Stadt verfügt auch Unsere über Stadtteile, die überwiegend mit Wohnbauten der Wohnungsbauserie 70 (WBS 70) bebaut wurden. Sie werden heute aufgrund der schlechten Infrastruktur ganz lieblos mit „Schlafburgen“ oder „Ghetto“ betitelt. Vor der Wende waren die Wohnungen sehr begehrt, so verfügten sie über fließend Warmwasser und Heizung. Heute lassen sich unsanierte Plattenbauten kaum noch vermarkten.

Letzte Woche in Bernau bei Berlin habe ich dieses Foto aufgenommen. Vor allem die Balkone machen mir ein bisschen Angst…

Platte in Bernau

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Am 08. Januar 2009 um 09:10 Uhr von astounded
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Wo ist die Armee der Abwehrkräfte?

Kennt ihr das? Ihr sitzt in eurer warmen Stube gemütlich vor dem Fernseher – denkt an nichts Böses – bis es auf einmal kratzt. Nicht am Fenster, sondern im Hals. Direkt in eurem Hals! Ufff…

Am besten man cancelt schon mal alle Termine der nächsten Tage. Wenn jetzt wirklich dass folgt, was immer folgt, wenn es mal im Hals kratzt, dann gute Nacht! Man legt sich schnell schlafen und hofft, alles Böse würde durch das Immunsystem im Schlaf bekämpft. Schließlich geht man fast jedes Wochenende in die Sauna, dreht Runden an der frischen Luft, isst täglich n Stück Obst und hat den Fast Food-Konsum schon derbe reduziert.

Dieser Wunschtraum endete bei mir am Samstagmorgen, denn aus dem leichten Kratzen im Hals wurden richtige Halsschmerzen. Und dann kam auch noch Fieber dazu – eklig. In so einem Fall bleibt man nur noch im Bett liegen, kocht sich ab und zu einen Tee und wartet einfach ab. Irgendwann begrüßt man den alten Freund „Schnupfen“ und prüft rasch, ob noch genügend Taschentücher vorrätig sind.

Viel Zeit zum Nachdenken hat man ja im Bett. Die Entscheidung, ob man am Montag zum Arzt geht oder sich schniefend auf Arbeit schleppt, wird dadurch aber nicht leichter. Zu Schulzeiten musste ich dann immer noch zwischen den Ärzten abwägen. Da gab es Ärztin #1: Zu ihr bin ich gegangen, wenn es mir richtig dreckig ging. Sie scheint sehr kompetent – soweit ich das beurteilen kann – ist ansonsten aber eher nüchtern. Und Ärztin #2, die sich der Homöopathie verschrieben hat und jedes noch so kleine Wehwehchen mit einer langen Krankschreibung getröstet hat. Manchmal machte sie mir aber schon Angst. Sie teste mit einer Art Wünschelrute, welches Globuli mich am besten von meiner Krankheit befreit. Scary! Mittlerweile gehe ich nur noch zu Ärztin #1.

Sehr schön sind übrigens immer die Gespräche im Wartezimmer, für den nicht unwahrscheinlichen Fall, zwei Patienten kennen sich irgendwoher. Ich spiele da gerne Mäuschen. Die zwei älteren Damen, die mir heute gegenüber saßen, reisen beide gern nach Ägypten, wohnen beide im Plattenbau und mögen es nicht, wenn dort Hunde gehalten werden, eine hält sich mit Kiwi gesund, die andere verträgt keine Kiwi und bevorzugt daher Mango…

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Am 05. Januar 2009 um 17:33 Uhr von astounded
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Mein Silvester 2008

Jetzt ist das Jahr 2009 schon wieder drei Tage alt – ich werde das Gefühl nicht los, dass es genauso schnell zu Ende sein wird wie 2008. Es fängt nämlich genauso an!

Wie auch schon letztes Jahr haben wir, André, David und ich, die Tage um Silvester wieder in Berlin verbracht. Zum einen feiert es sich besser als in unserer Stadt und zum anderen braucht man nach Weihnachten einfach mal einen Tapetenwechsel. Der begann sogleich am Sonntagabend im „Eschschloraque Rümpschrümp“, einem alternativem Szeneladen in Mitte. Wir sinnierten dort über das Für und Wider von polygamen Beziehungen, schauten im schummrigen Licht auf einen Elch, der seinen Kopf aus der Wand steckte und lauschten den alternativen Klängen, welcher ein DJ direkt hinter uns auflegte.

Montag klapperten wir alle Läden rund um den Rosa-Luxemburg-Platz ab. Vor allem David schien zu Weihnachten gut bedacht worden zu sein, er kaufte wo er nur konnte und lies dabei keinen Laden außer acht. Wer so viel shoppt, bekommt schnell Hunger – folglich kehrten wir in das eher unscheinbare Manngo ein, ein vietnamesisches Restaurant in der Mulackstr. Extrem lecker dort!

Auf den langen Spieleabend am Dienstag folgte rasch der Mittwoch: Silvester. In den Fritzclub am Ostbahnhof sollte es gehen. Die Tickets hatte ich ja zuvor schon bestellt, so dass eigentlich nichts mehr schief gehen konnte. Eigentlich! Denn schon in der Schlange fiel uns das eher merkwürdige Publikum auf. Irgendwie sehr prollig. Und auch in der Location kein anderes Bild. Ohh no! So beschlossen wir kurzerhand, die 17,50 € pro Karte in den Sand zu setzen und einen anderen Club aufzusuchen. Es ging in den Magnet Club, Greifswalder Str., zur Silvester Pop Explosion mit dem Karreraklub. Eine sehr gute Wahl! Nonstop Indie, Britpop und ein Hauch von Electro flogen uns um die Ohren. Von blöden unmelodischen Knallern haben wir gar nix mitbekommen.

Gestern ging es dann wieder nach Hause. Und wie nach jedem Berlinbesuch kehre ich mit Halsschmerzen zurück. 2008 war ich allerdings noch bis Anfang März erkältet.

Ich hoffe mal, dass dieses Jahr alles besser wird und ich bald wieder fit bin!

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astounded
Am 03. Januar 2009 um 18:26 Uhr von astounded
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Wenn jemand eine Reise tut…

Ich weiß nicht, ob es an dem Versprechen der Deutschen Bahn liegt, deren Service zu verbessern oder ob es nur kleines Weihnachtsgeschenk war. Entscheidet selbst!

Weil ich grundsätzlich am liebsten zu Hause schlafe und es unbedingt vermeiden wollte, Samstag früh mit fremden Leuten in einer Gästewohnung im Leipziger Plattenbau aufzuwachen, verschwand ich gestern Abend einfach von der Geburtstagsfeier meines Onkels. Kurz vor halb zehn sollte der Zug auf Gleis 12 mich in meine Stadt zurückbringen.

Da stand ich nun und wartete… als jedoch eine Minute vor Abfahrt immer noch keine Regionalbahn in Sicht war und der Zugzielanzeiger auch keine andere Botschaft verkündete, wagte ich einen Blick in eines der besten kostenlosen Apps auf meinem iPhone. Es trägt den simplen Titel „Fahrplan“ und greift auf das RIS der Deutschen Bahn AG zu. Uuuups, da steht was von Gleiswechsel auf 10a. Und warum sagt mir das niemand? Hallo 3-S-Zentrale, gab es zu viel Glühwein?!

Mein Sprint auf Gleis 10a (außerhalb der Halle) kam einfach mal zu spät, der Zug war abgefahren. Zum Glück traf ich noch fünf weitere verwirrte Menschen, die auch in meine Stadt wollten und sich mit mir zusammen zum ServicePoint begaben. Nach Schilderung der Situation wurde uns kurzerhand mitgeteilt, dass wir nicht auf den Zug zwei Stunden später warten müssten sondern jetzt sofort mit dem Taxi nach Hause gefahren werden. Wow, hätte ich nicht gedacht! Und so kutschten wir wenig später im warmen Taxi in Richtung Heimat. Sehr bequem!

Fehler sind menschlich. Die Frage ist, wie man sie wieder gut machen kann. Die Deutsche Bahn hat es an diesem Abend auf jeden Fall geschafft. Danke!

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astounded
Am 27. Dezember 2008 um 09:55 Uhr von astounded
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Alle Jahre wieder…

Es fehlt nicht mehr viel, dann ist Bergfest im jährlichen Weihnachtsmarathon. Drei Tage nonstop Besinnlichkeit, Familie und jede Menge Essen, das verbinde ich mit Weihnachten – irgendwie! Die Halbzeit zum 25.12., 12.oo Uhr, bietet sich ja geradezu an, ein kleines Fazit zu ziehen.

Die Vorweihnachtszeit

Eigentlich ist es jedes Jahr gleich: Ich komme vor Weihnachten einfach nicht in Weihnachtsstimmung. Da helfen auch keine tausend Lichterketten und Tannenbäume, die schon Ende Oktober die Läden zieren. Auf Arbeit werden die Räucherkerzen in Ihren Duftnoten Weihrauch, Tanne und Vanille von Zimmer zu Zimmer um die Wette abgeräuchert. Dient das eigentlich zur allgemeinen Mieterabwehr oder gefällt das meinen Kollegen wirklich?

Aber die Vorweihnachtszeit hat auch gute Seiten. So lässt sich die Kälte zumindest im Dezember mit Glühwein übertünchen. Dabei kann man aber auch tolle Studien betreiben: Wo schmeckt der Glühwein am besten, wo ist er am stärksten und welcher Stand hat schließlich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?

Am letzten Freitag vor Heilig Abend findet dann traditionell das Wichteln unter den Kollegen statt. Seit nunmehr sechs Jahren kaufe ich immer auf den letzten Drücker zwei hübsche Geschenke für die Mädels aus der Vermietung und bekomme ebensolche zurück!

Ich scheine meinen Unmut über Weihnachten auch laut zu offenbaren. Dieses Jahr hat sich meine Mutti ihr Geschenk gleich selber gekauft und mir nur noch das Geld abgeknüpft. Ihren Mann, der aber nicht mein Vater ist, kann man mit Technik glücklich machen. Zum Glück ist mir im Supermarkt noch ein Ultraschall Distanzmessgerät von Tchibo ins Auge gesprungen. Wo wir gerade beim Kaufen sind: je näher Weihnachten rückt, desto mehr junge Menschen sind wieder in der Stadt anzutreffen. Man braucht gar nicht in die Statistiken zu schauen: unsere Stadt überaltert. Die jungen Leute kommen nur noch zum Elternbesuch in ihre Heimat zurück. Wir bräuchten eine Hochschule. Nur mit Bildung kann man die schlauen Leute in der Stadt halten! Hallo Landesregierung, lest ihr mit?!

Heilig Abend

Begann bei mir um drei und endete um drei. Los ging es mit Stollen essen und Märchen schauen bei Mama und Mann. Meine Schwester, die in München studiert, war natürlich auch da. Im Schlepptau hatte sie ihren Mann aus Rio Novo do Sul, der jetzt aber mit ihr zusammen wohnt. Nach der Bescherung gab es traditionell Kartoffelsalat und Wiener – saulecker! Es hätte noch ein schöner Abend werden können – hätten sich meine Schwester und ihr Mann nicht angefangen zu streiten. Ich weiß bis jetzt noch nicht worum es ging, denn Streitsprache war schnelles Italienisch.

Heilig Abend Abend

Halb elf war ich mit David im Blue Note verabredet, dort kann man schön sitzen, trinken und über Weihnachten sinnieren. Über den Abend verteilt habe ich gleich mal drei (!) ehemalige Klassenkameraden wiedergetroffen, die natürlich über Weihnachten auch alle zu Hause sind. Einen Glühwein, einen Milchshake, zwei Bier und drei Cocktails später war es plötzlich dreiviertel drei – Zeit um langsam nach Hause zu gehen.

Geweckt wurde ich heute Morgen übrigens von den Tourettglocken. Sie läuten jeden Sonntag und natürlich am Feiertag für jeweils fünf Minuten um kurz nach halb zehn und pünktlich um zehn. Jetzt ist aber erst mal Zeit für Mittag essen: Ente, Klöße und Rotkraut!

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astounded
Am 25. Dezember 2008 um 12:12 Uhr von astounded
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