Das Jahr neigt sich dem Ende und mein Entschluss steht fest: Je älter ich werde, desto schneller vergeht die Zeit. Es gibt darüber interessante Theorien, wobei ich bisweilen davon ausgegangen bin, dass dieses Phänomen durch den Alltag begründet ist. Doch, Moment! Dieses Jahr war alles andere als Alltag!
Zeit für einen kleinen Rückblick:
Ich wollte immer raus aus dieser Kleinstadt. Tagein, tagaus die gleichen Gesichter, in der Arbeit, in der Stadt, überall. Keine jungen Leute mehr, eine sterbende Stadt. Sieben Jahre in der gleichen Firma – der ewige Azubi, stets Mädchen für alles. Höchste Eisenbahn also!
Im Februar bewarb ich mich in einer Eschborner Immobilienverwaltung auf eine Stelle, deren Ausschreibung auch heute noch aktuell ist. Warum, sollte ich allerdings erst später erfahren. Einen Monat später folgte das Vorstellungsgespräch und nach zähen Verhandlungen um das liebe Geld, dann auch kurzerhand deren Zusage. Wegen der Kündigungsfrist bei meinem alten Arbeitgeber durfte ich allerdings noch bis Juli warten und konnte so in Ruhe meinen Umzug nach Frankfurt vorbereiten.
Ganz aufgeregt war ich an meinem ersten Arbeitstag: Was würde mich da wohl erwarten? Wie sind die Kollegen? Was sind meine Aufgaben? Aufgeregt habe ich mich auch noch die restlichen 30 Tage in dieser Firma. Ohne hier die Gründe nennen zu wollen – es hat einfach nicht gepasst! Schließlich habe ich mich schnell nach einer anderen Stelle umgesehen, hatte sogleich ein Vorstellungsgespräch und zwei Wochen später dann auch eine Zusage.
Den ganzen August hatte ich dadurch frei und konnte so das eine oder andere Plätzchen in Frankfurt erkunden und den Sommer ein bisschen genießen. Denn Frankfurt als Stadt ist besser als ihr Ruf. Es gibt hier einiges zu entdecken, viele Museen, viele Parks, schöne Freibäder, geile Läden, krasse Wohnung usw. Ganz plötzlich war er dann aber doch da: der zweite erste Arbeitstag. Bereut habe ich den Wechsel bis heute nicht.
Ich habe das schöne Gefühl, hier noch nicht alles entdeckt zu haben. Aber jetzt ist erst mal Winter. Wobei, vielleicht geht ja der Winter so schnell rum, wie der Rest dieses Jahres…
2 Kommentare zu Wie die Zeit vergeht…
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Lieber Matthes, ich wünsche Dir, dass auch das Jahr 2010 interessant und spannend für Dich bleibt. Vielleicht auch, dass die Zeit ein wenig langsamer verrinnt, so dass wir wenigstens das Gefühl haben, wir würden auch was davon miterleben können ;)
Und für uns alle anderen da draussen wünsch ich mir, dass Euer Podcast wieder zurückkommt ,)
klingt doch alles gut wie es für dich gelaufen ist. Ein schönes 2010. Es kann immer noch besser werden :)