Gerade eben wurde ich auf Facebook zum “Day of Pink” eingeladen. “Aha!”, dachte ich, während ein großes, grell leuchtendes Fragezeichen über meinem Kopf schwebte. “Day of Pink”. Um ehrlich zu sein dachte ich, es ginge um Pink. Also wie in Popstar nur mit P, I, N und K. Mit Pink kann ich nicht so viel anfangen, rein musikmäßig und sonst eigentlich auch nicht, aber das ist ja Geschmachssache.
Ich hab dann im Internet retschertschiert und der weltweite “Day of Pink” ist so eine Art Aidstag nur nicht gegen Aids bzw. für die Aufklärung darüber sondern es dreht sich um Diskriminierung, Sexismus, Rassismus und noch andere Ismusse und Phobien, von denen ich nicht einmal weiß, wie man sie richtig schreibt. Ich bin eben sehr frei von Ismussen, deswegen kenne ich die nicht.
Die Grundidee ist, dass sich jeder, der sich gegen Diskrimierung einsetzt oder sich mit Diskriminierten solidarisiert, am 19. Februar etwas Pinkes anzieht. Auf der Website des Day of Pink kann man sich auch noch “Support Material” runterladen. Zum Beispiel “Wie organisiere ich einen Kuchenbasar?”.
Aktionstage gibt es heutzutage ja soviele wie Sterne in der Milchstraße. Am 2. Februar war zum Beispiel der Tag des Murmeltiers und der Welttag der Feuchtgebiete zugleich! Ich will jetzt nicht falsch verstanden werden, aber ich glaube, ich bin nicht der Typ für solche “Tages des….”-Tage. Mir fehlt der Glaube an deren Wirksamkeit! Das Problem ist, dass es mittlerweile für jeden Pups einen eigenen Tag gibt und da gehen die wirklich Wichtigen zusehends unter, wie ich finde. Wieder andere dieser “Tage” haben auch nicht mehr viel mit Ihrem Ursprung zu tun und sind zur Massenparty verkommen, in der höchstens noch ein Krümel einer ernstgemeinten Botschaft steckt. Das Thema des Day of Pink ist sicherlich ein sehr Ernstes und Wichtiges. Leider raff’ ich nicht, was sich ändert, wenn sich Leute pinke T-shirts anziehen. Ich weiß, eigentlich sollte man noch entsprechende Aktionen starten an dem Tag. Aber wer bitte tut das wirklich??
Ich habe jedenfalls beschlossen: ich tue es nicht. Wie werdet ihr entscheiden? Bin ich zu pessimistisch? Bin ich zu wenig engagiert? Wie steht ihr dazu? Da würd ich gern mal bei euch nachhaken, wie Beckmann sagen würde :-)
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